Burnout – Wer ist gefährdet?

Eine Zeit lang sprach man in der Literatur von der besonderen Gefährdung bestimmter Berufsgruppen wie Ärzte, Pflegepersonal, Lehrer oder Manager. Mittlerweile ist man dazu übergegangen, nicht mehr von der Gefährdung helfender Berufe auszugehen. Man weiß inzwischen, dass das Burnout-Syndrom jeden treffen kann. Ein immenser Verantwortungsbewusstsein, der eigene Anspruch aber auch die steigende Forderung nach noch mehr Performance führen dazu dass, immer mehr Menschen an Burnout erkranken. Bei einer Sechs-Tage-Woche mit bis zu 16 Stunden täglich ist es auch kein Wunder.

Aber auch die Angst vor Arbeitslosigkeit insbesondere bei Menschen mit befristeten Arbeitsverträgen führen dazu, dass man sich häufig selbst unter Druck setzt, um den Arbeitgeber von sich zu überzeugen, indem man von länger und härter arbeitet als es vielleicht notwendig wäre. Die daraus entstehende Arbeitsbelastung führt oft auch zu Schwierigkeiten im familiären Umfeld.

Eine Zeit lang kursierte die Aussage „dass nur Menschen ausbrennen können, die sich besonders stark engagiert haben“ sprich für etwas gebrannt haben. Diese Aussage ist inzwischen von der Wissenschaft u.a. auch von Prof. Burisch (Universität Hamburg) revidiert worden.

Laut Prof. Kleiber der Freien Universität Berlin sind insbesondere diejenigen von uns besonders gefährdet, die Schwierigkeiten haben, ihre Probleme auszudrücken.

Meine heutige Empfehlung für Sie: Sagen Sie jemandem, dem Sie vertrauen, was Sie zurzeit belastet oder ärgert.

Wenn Sie auf den folgenden Link Selbsttest Burn-out klicken, können Sie sich selbst testen, um herauszufinden, wie gefährdet Sie selbst sind.